Ein herzliches Dankeschön an wolfgang, der wie jedes Jahr seine Störche begleitet - danke für Deinen beitrag !

Friesenheims Störche - von Wolfgang Schätzle
Friesenheims Storchenwelt im Überblick - Text und alle Bilder: Wolfgang Schätzle
Im Kernort sind erstmals alle bestehenden Horste belegt
In den letzten Wochen wurde es in sozialen Netzwerken laut: „Unsere Störche sind zurück!“ oder „Die Störche fliegen wieder!“ Solch erfreuliche Nachrichten sind
jedes Jahr ein besonderes Ereignis. Tatsächlich sind die ersten Störche dieses Jahr bereits am letzten Januar-Wochenende nach Friesenheim zurückgekehrt, und das ganze zwei Wochen früher als
gewohnt! Doch nicht alle Horste sind mit den Altstörchen des Vorjahres besetzt – es gab einige Veränderungen in der Friesenheimer Storchenlandschaft. Lasst uns einen aktuellen Überblick über die
Besetzung der einzelnen Horste geben und in die faszinierende Welt der Friesenheimer Adebar-Familie eintauchen.
Oberschopfheim: Drei besetzte Horste, ein Horst unbesetzt
Beginnen wir unseren Rundgang nicht im Herzen der Gemeinde, sondern im Ortsteil Oberschopfheim. Hier war man sich sicher, dass ein neues Storchenpaar in der
Kirchstraße auf einem Ökonomiegebäude hinter der Metzgerei Wetterer ihr Zuhause gefunden hat. Doch weit gefehlt! Die beiden Altstörche, die dort gesichtet wurden, sind alte Bekannte. Sie hatten
2024 noch auf dem Horst Kappelweg gebrütet, wo sie drei Küken großzogen. Leider brachte eine nasse Periode ihre Nachkommen um, und die Eltern verließen den Horst. Doch anstatt Oberschopfheim den
Rücken zu kehren, suchten sie sich eine neue Bleibe in der Kirchstraße. Nun sind sie im Februar dorthin zurückgekehrt. Ihr alter Horst im Kappelweg bleibt erst einmal verwaist. Das Bild ist umso
schöner auf dem Horst Dreiangel in der Hauptstraße: Hier sind beide Altstörche wieder zurückgekehrt, ebenso wie auf dem Dach der Grundschule in Oberschopfheim. Somit hat Oberschopfheim nun nach
einigen Umstellungen weiter drei aktive Storchenpaare – wovon ein Paar die Bleibe gewechselt hat!
Schuttern: Ein besetzter Horst, zwei Horste noch unbesetzt
In Schuttern war der Horst in der Offostraße ab Ende Januar erneut besetzt. Interessanterweise trägt einer der Störche eine Ringmarke, was bedeutet, dass er neu in
der Region ist. Im vergangenen Jahr brüteten hier nämlich Störche ohne Ringe. Nahezu unbemerkt baute kurz vor Ende der letzten Saison ein Storchenpaar ein Nest auf dem Strommasten bei der Alten
Kinderschule (heute ein Wohnhaus) – ob diese Störche ebenfalls Ringe trugen, ist unklar. Das Warten, ob dasselbe Paar in dieser Saison zurückkehrt, bleibt jedenfalls spannend. Zusätzlich gibt es
einen weiteren Horst in der Straße Im Oberdorf, der jedoch seit seiner Errichtung 2012 noch nie von einem Storchenpaar bewohnt wurde. Gelegentlich verweilt dort ein Storch kurzzeitig, doch das
war's dann auch schon!
Oberweier: Ein unbesetzter Horst / Heiligenzell: Weiterhin keine Horste
In Oberweier blieb das vergangene Jahr storchenlos. Der Horst in der Mittleren Dorfstraße wurde bekanntlich entfernt, und ein Ersatzhorst im Riedbach hat bislang
keinen Anklang bei den Störchen gefunden. Storchenlos ist auch der Ortsteil Heiligenzell, wo nach wie vor keinerlei Horste existieren.
Friesenheim: Fünf Horste, alle besetzt
Im Kernort Friesenheim gibt es für Storchenfreunde umsomehr Grund zur Freude: Alle fünf Horste sind wieder mit Storchenpaaren besetzt. Die Rückkehr der Altstörche
auf den Horsten Am Dorfgraben und Engelgasse erfreute die Leute bereits im Januar. Auch die Adebars auf dem Horst Sonnhalde sowie im Eschentalweg haben sich wieder eingefunden. Eine ganz
besondere Nachricht gab es für Storchenliebhaber Roland Herzog: Nach dreijähriger Pause ist der Horst auf seinem Privathaus in der Lahrgasse wieder besetzt – nach ersten Erkenntnissen von
Störchen, die erstmals in unsere Region zurückgekehrt sind. Wo die ehemaligen Herzog'schen Störche aus dem Jahre 2022 verblieben sind ist nicht bekannt.
Hoffen auf eine erfolgreiche Brutsaison
Die Rückkehr der Störche ist nicht nur ein Zeichen des Lebens, sondern bringt auch einen Hauch von Magie in die Gemeinde. Die fröhlichen Klänge der Störche schwingen in der Luft und halten die
Friesenheimerinnen und Friesenheimer in Atem, während sie das Treiben ihrer gefiederten Freunde beobachten. So bleibt jetzt nur zu hoffen, dass die Störche in Friesenheim eine erfolgreiche
Brutsaison haben und uns auch weiterhin mit ihren Anblick erfreuen! Zur Erinnerung: In der zurückliegenden Brutsaison überlebten von 17 gezählten Küken lediglich sechs, die Mitte August als
stattliche Jungstörche ihre Reise in den Süden antreten konnten.